Wenn Sie in der Lebensmittelbranche arbeiten, wissen Sie, wie wichtig Hygiene ist. Eines der am meisten unterschätzten Elemente in Ihrem Produktionsprozess ist die Luft, die Sie in pneumatischen Systemen verwenden.
Lebensmitteltaugliche Druckluft oder Druckluft gemäß ISO 8573-1 Klasse 2.2.1 ist in dieser Hinsicht unerlässlich. Aber was genau bedeutet das und welche Maschinen benötigen Sie, um diese Qualität zu erreichen?
Was ist lebensmitteltaugliche Druckluft?
Lebensmitteltaugliche Druckluft ist eine vollständig gereinigte Druckluft, die keine schädlichen Stoffe für den menschlichen Körper enthält. Die Luft wird auf eine bestimmte Weise gefiltert, damit sie sicher in der Lebensmittelindustrie verwendet werden kann.
Warme, feuchte Druckluft kann ein fruchtbarer Brutplatz für Bakterien sein. Als Hersteller oder Verpacker von Lebensmitteln möchtest du das natürlich verhindern. Durch das Trocknen und Filtern der Druckluft macht man die Luft bakterienfrei und minimiert das Risiko einer Kontamination weiter hinten in der Produktionslinie.
Wann ist Druckluft lebensmitteltauglich?
Druckluft wird als lebensmitteltauglich bezeichnet, wenn sie bis zu einem gewissen Grad frei von Schadstoffen ist, wie zum Beispiel:
-
Feste Teilchen
-
Feuchtigkeit
-
Öl und Dämpfe
-
Bakterien
Das Ausmaß der Verschmutzung wird gemäß der internationalen Norm ISO 8573-1:2010 bestimmt, sodass Sie als Unternehmen genau wissen, welche Luftqualität Sie haben.
Verschiedene Klassen von lebensmittelfähiger Druckluft
Innerhalb der lebensmitteltauglichen Druckluft gibt es zwei Hauptanwendungen:
-
Direkter Kontakt mit dem Produkt
Druckluft, die direkt mit dem Produkt oder seiner Verpackung in Kontakt kommt, fällt unter ISO 8573-1 Klasse 2.2.1.
-
Indirekter Kontakt mit dem Produkt
Druckluft, die in einer Produktionsumgebung belüftet wird, zum Beispiel in Bereichen, in denen Lebensmittel verarbeitet, zubereitet, transportiert oder gelagert werden, fällt unter ISO 8573-1 Klasse 2.4.2.
Was bedeutet ISO 8573-1 Klasse 2.2.1 oder 2.4.2?
ISO 8573-1 legt die Druckluftqualität in drei Ziffern fest:
-
Klasse 1: Festkörper
-
Klasse 2: Wasser
-
Klasse 3: Öl
Klasse 2.2.1 gibt den zulässigen Kontaminationsgrad an.
Überschreitet man diese Werte, erfüllt die Druckluft den Standard nicht und ist daher nicht für den direkten Kontakt mit Lebensmitteln geeignet.

Welche Teile brauchst du für Druckluftklasse 2.2.1?
Um Druckluft gemäß ISO 8573-1 Klasse 2.2.1 zu erreichen, muss die Luft auf drei Arten behandelt werden:
-
Festkörper (Klasse 1)
Filter verschiedener Qualitäten entfernen feste Partikel bis zu 0,01 μm sowie den Großteil der Feuchtigkeit und des Öls aus der Luft.
-
Wasser (Klasse 2)
Ein Druckluftadsorptionstrockner entfernt Feuchtigkeit und Wasserdampf aus der Luft bis zu einem Taupunkt von mindestens -40°C.
-
Öl (Klasse 3)
Ein Aktivkohleadsorber entfernt nach dem Trocknen das verbleibende Öl sowie Gerüche oder Aromen aus der Luft. Ein Nachfilter erfasst alle Kohlenstoffpartikel, die während dieses Prozesses freigesetzt werden könnten.
Diese Behandlungen machen die Druckluft bakterienfrei und sicher für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie.
Lebensmitteltaugliche Druckluft: sicher und hygienisch in Ihrer Produktion
Lebensmitteltaugliche Druckluft ist unverzichtbar, wenn Sie die Hygiene und Sicherheit Ihrer Produkte gewährleisten möchten. Mit den richtigen Filtern, Trocknern und Adsorbern erfüllen Sie ISO 8573-1 Klasse 2.2.1 und schützen Ihre Produkte vor Verunreinigungen. Außerdem verlängern Sie die Lebensdauer Ihrer pneumatischen Systeme und minimieren die Wartungskosten.
Brauchst du Hilfe oder Rat?
Kontaktieren Sie uns für maßgeschneiderte Beratung und die richtigen Lösungen für Ihre pneumatischen Systeme.
Zurück zu den Wissensseiten